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VOD-Nachrichten


04.10.2015

Berufspolitik im Fokus



„Osteopathie auf dem Weg zur Berufsanerkennung – ein Berufsverband im Spannungsfeld“ und „Wie viel Berufspolitik verträgt Osteopathie und wie viel Berufspolitik braucht sie?“ Diese beiden Themen standen im Mittelpunkt des zweiten und letzten Kongresstages in Bad Nauheim. VOD-Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann freute sich über das rege Interesse und skizzierte in ihrem Beitrag die Idee der Verbandsgründung 1994 mit dem Ziel des eigenständigen Berufs über die steinigen nationalen und internationalen Entwicklungen bis heute. „Wir sollten uns nicht unter dem Deckmantel des Heilpraktikers verkriechen und nicht den Fehler machen, uns in Konkurrenz zu den Ärzten zu begeben“, sagte sie.
Alleine und in Kooperation mit den Verbänden und Organisationen der Konsensgruppe agiert der VOD auf vielfältige Art und Weise, um auf politischer Ebene und in der Öffentlichkeit die Notwendigkeit der Berufsanerkennung zu unterstreichen. An die Physiotherapeuten mit qualifizierter Osteopathieausbildung richtete Prof. Fuhrmann insbesondere vor dem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 8. September die Botschaft: „Dass wir an sie appellieren, den Heilpraktiker zu machen, hat nichts damit zu tun, dass wir glauben, dass Sie die schlechteren Osteopathen sind! Machen Sie den HP; aber das wird nicht das Ende der Fahnenstange sein – wir brauchen ein Berufsgesetz!“
Passend dazu fand im Anschluss unter der Moderation von VOD-Vorstandsmitglied Ulrike von Tümpling und Osteopath und Schulleiter Andreas Kasack eine interessante Diskussion zum Thema Berufspolitik statt. Mediziner und Jolandos-Verlagsleiter, Christian Hartmann, Dozent und Ausbildungsleiter, Rob Kwakman D.O, der Geschäftsführende Gesellschafter des Deutschen Instituts für Gesundheitsforschung, Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, und Prof. Fuhrmann tauschten ihre Meinungen aus. Während Christian Hartmann unter Zustimmung von Rob Kwakman dafür plädierte, zunächst einmal die Alleinstellungsmerkmale und Definition der Osteopathie zu formulieren, bevor berufspolitische Aktivitäten erfolgen, reicht nach Meinung von Prof. Resch eine „Arbeitsdefinition“ zum jetzigen Zeitpunkt aus, um aktiv zu sein. Rob Kwakman sieht die Schulen als Keimzellen der Osteopathie, plädiert für deren Einbeziehung in den politischen Weg und hält den Heilpraktiker für einen „schützenden Rahmen ohne Inhalt“. Für Prof. Fuhrmann ist der HP zwar derzeit nötig, aber ein „Schlupfloch“; die Notwendigkeit eines Berufsgesetzes sei akut. Auf den Einwurf aus dem Publikum, schon der Name „Osteopath“ sei mit „Krankheit der Knochen“ eine ungünstige Voraussetzung, um dem Ziel der Lehre nach der Gesundheit Salutogenese näher zu kommen, machte Prof. Resch den (scherzhaften) Vorschlag, sich in „Osteosalut“ umzubenennen.

Mit einem Vortrag der Dozentin Alison Brown vom Sutherland Cranial College of Osteopathy (SCCO) zum Thema Reflektion ging der 18. Kongress zu Ende.

2016 findet – erneut im Hotel Dolce in Bad Nauheim – der 19. Internationale Kongress mit Dozenten des Teams vom Sutherland Cranial College of Osteopathy (SCCO) statt. Das Thema „Alter – in der Gesundheit bleiben“. Der Termin: 30.09.- 02.10.2015. Die Anmeldung beginnt am 01. Januar 2016.

Fotos: Michaela Wehr, Andreas Golling

Link: osteopathie.de/n1443990840



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