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VOD-Nachrichten


01.08.2016

Neue osteopathische Studien: von Reflux bis Makuladegeneration



Interview mit Florian Schwerla M.Sc. (USA) DO zum 8. „International Symposium on Advances in Osteopathic Research“ in Bad Nauheim
 
VOD: Herr Schwerla, am 29. September findet vor Beginn des 19. Internationalen Osteopathie-Kongresses das 8. „International Symposium on Advances in Osteopathic Research“ der Akademie für Osteopathie und des VOD in Bad Nauheim statt. Dort sollen neueste Forschungsergebnisse der Osteopathie präsentiert werden. Was können Besucher konkret erwarten?
 
Florian Schwerla: An einem knappen Tag alle Fortschritte in der osteopathischen Forschung abzudecken ist natürlich kaum möglich. Das Programm ist zweigeteilt: Mit sogenannten Keynote-Lectures versuchen wir namhafte osteopathische Forscher zu gewinnen, um über ihre Arbeit zu berichten. So wird Prof. Dr.med. Karl-Heinz Resch als einer der besten Kenner der Komplementärmedizin über die Bedeutung und die Methoden osteopathischer Forschung referieren. Gary Fryer PhD BSc, außerordentlicher Professor und Leiter der Fachrichtung Osteopathic Medicine an der Victoria University in Melbourne, Australien wird uns seine Forschungsergebnisse präsentieren, und Brian Degenhardt D.O., Director des A.T. Still Research Institute, Kirksville College of Osteopathic Medicine, USA wird uns die Arbeit des Instituts vorstellen.
Neben diesen Lectures finden im 20-Minuten-Rhythmus Präsentationen neuer Forschungsergebnisse statt.
 
VOD: Gespannt sind wir auf die in diesem Jahr präsentierten Forschungsarbeiten… Welche Themen stehen im Mittelpunkt, und woher kommen die Referenten?
 
Florian Schwerla: Auf unseren „Call for Abstracts“ haben wir überwiegend Studien aus Italien erhalten. Italien hat sich zu einem wichtigen Land in der osteopathischen Forschung entwickelt. Wenn man die in den letzten Jahren veröffentlichten Studien betrachtet, so kommt ein Großteil aus Italien. Leider wurden diesmal keine Studien aus Großbritannien, Russland oder Frankreich eingereicht. Acht Studien aus Italien und Deutschland wurden ausgewählt. Dabei sind die Themen völlig unterschiedlich, neben klinischen Studien (z.B. zur Behandlung des gastroösophagealem Reflux oder zur Makuladegeneration) werden systematische Übersichtarbeiten (z.B. ein Cochrane Review zu MET) oder Umfragen (zum Ausbildungsstand der Osteopathie in Europa) vorgetragen werden.
 
VOD: Warum ist Ihnen persönlich das Internationale wissenschaftliche Symposium so wichtig?
 
Florian Schwerla: Deutsche Osteopathen sind in der Regel leider wenig an Wissenschaft interessiert. Wenn während eines Osteopathiekongresses, der ja weitgehend zur postgraduierten Weiterbildung dient, an einem Tag neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Osteopathie präsentiert werden, bietet das für viele eine Chance, in dieses Gebiet „hinein zu schnuppern“ . Die AFO ist dem VOD sehr dankbar, dass er es ermöglicht, dieses Symposium, das nun schon zum 8. Male stattfindet, in seinen Kongress zu integrieren.
 
VOD: Vielen Dank für das Interview! Übrigens: Kongressteilnehmer erhalten 30 Zertifizierungspunkte; wer das Symposium besucht, bekommt 10 weitere Punkte hinzu.

Link: osteopathie.de/n1470042900



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