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VOD-Nachrichten


02.03.2017

„Wertvolle Investition in die Gesundheit unserer Tänzer/innen“



Dr. Thosten Teubl, Dramaturg und stellvertretender Leiter des Kasseler Tanztheaters, setzt auch auf Osteopathie fürs eine Company.
Dr. Thosten Teubl, Dramaturg und stellvertretender Leiter des Kasseler Tanztheaters, setzt auch auf Osteopathie fürs eine Company.
VOD-Interview mit Dr. Thorsten Teubl, Dramaturg des Tanztheaters Kassel / Osteopathie als Unfallprävention
 
Osteopathie am Tanztheater Kassel? Dramaturg und stellvertretender Leiter des Tanztheaters, Dr. Thorsten Teubl, erläutert in einem Interview mit dem Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V., warum die ganzheitliche Medizin dort zum Einsatz kommt.
 
VOD: Herr Dr. Teubl, Sie als stellvertretender Leiter und Dramaturg des Tanztheaters setzen auf Osteopathie. Warum? Welche Vorteile sehen Sie?
Dr. Thorsten Teubl: Die Gesunderhaltung unserer Tänzer/innen ist uns wichtig. Wir sehen dabei den Tänzer/innen-Körper als Ganzes und nicht nur auf das orthopädische Spektrum beschränkt. Tänzer/innen sind Hochleistungssportler. Sie benötigen eine besondere Zuwendung und Pflege. Neben einem vorausschauenden Proben- und Trainingsplan gehört auch das tägliche Training dazu, den Körper einerseits auf „Betriebstemperatur“ zu bringen, ihn andererseits aber auch in den täglichen, körperlich sehr anstrengenden Proben und in den Vorstellungen, vor Verletzungen zu schützen. Um den Tänzer/innen einen möglichst großen Schutz bei der Arbeit zu bieten und sie möglichst lange am aktiven Bühnenleben teilhaben zu lassen, haben wir seit 2012 am Staatstheater Kassel, in der Anfangszeit zusammen mit der Unfallkasse Hessen, ein sogenanntes Unfallpräventionsprogramm entwickelt.
„you will be removed“ heißt die aktuelle Produktion des Tanztheaters Kassel. Fotos: N. Klinger.
„you will be removed“ heißt die aktuelle Produktion des Tanztheaters Kassel. Fotos: N. Klinger.
Die dafür entstehenden Kosten sind eine wertvolle Investition in die Gesundheit unserer Tänzer/innen. Dieses Unfallpräventionsprojekt hat mittlerweile zu intensiven Partnerschaften mit Ärzten und Physiotherapeuten geführt und schlägt nun mit der Einführung von Osteopathie, als Möglichkeit die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und Bewegungseinschränkungen aufzuheben oder vorzubeugen, einen wiederum neuen Weg ein, der erfolgversprechend scheint. Hierbei geht es auch vordergründig um das Feststellen von Fehlverhalten und das sanfte Lösen von eingespielten Spannungsmustern.
 
VOD: Gibt es Zahlen oder Erfahrungswerte über Verletzungen bei Tänzer/innen Ihrer Company mit und ohne Osteopathie? Wie wird das Ganze finanziert?
In einem bislang deutschlandweit einzigartigen Projekt zur Unfall-Prävention und zum Schutz seiner Tänzer/innen fördert das Staatstheater Kassel unter anderem Osteopathie als ganzheitliche Medizin.
In einem bislang deutschlandweit einzigartigen Projekt zur Unfall-Prävention und zum Schutz seiner Tänzer/innen fördert das Staatstheater Kassel unter anderem Osteopathie als ganzheitliche Medizin.
Dr. Teubl: Zahlenwerte gibt es natürlich noch nicht, dafür ist das Unternehmen noch zu frisch. In Bezug auf das gesamte Präventionsprogramm kann aber gesagt werden, dass die Krankenzeiten deutlich zurückgegangen sind sowie die Verletzungshäufigkeit selbst auch reduziert werden konnte. Durch den Einsatz von Osteopathie hoffen wir, diesen Effekt noch zu verstärken. Die Finanzierung des Gesamtprojektes lag zu Beginn beim Staatstheater selbst, mit Unterstützung der Unfallkasse Hessen, welche sich dann aber aus dem Projekt, wie von Anfang an geplant, zurückgezogen hat. In der Folge findet die Finanzierung nun allein durch das Staatstheater statt, mit großer privater Unterstützung. Hierbei ist es einfach schön zu sehen, dass die Arbeit der Tänzer/innen wertgeschätzt wird, dass das Erleben von Tanz auf der Bühne einen Unterstützungswillen hervorruft. Klar, wäre natürlich mit mehr Geld noch mehr möglich, nämlich auch eine ordentliche Evaluation des Projekts. Aber es ist der Beginn eines Weges, auf dem wir unterwegs sein dürfen…

Link: osteopathie.de/n1488438060



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
Untere Albrechtstr. 15 - D-65185 Wiesbaden
Tel. 0611 5808975 0 - Fax 0611 5808975 17
Email gs.wiesbaden@osteopathie.de - www.osteopathie.de