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VOD-Nachrichten


30.09.2017

„STILLalive“ – quicklebendiger zweiter Osteopathie-Kongresstag in Bad Nauheim



Mit einem informativen Vortrag zur aktuellen Berufspolitik eröffnete VOD-Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann DO den zweiten Tag des 20. internationalen Osteopathie-Kongresses in Bad Nauheim. Sie beleuchtete die derzeitige rechtliche Situation und erinnerte an die schwierige Lage im Herbst letzten Jahres rund um die verhinderte Eingliederung der Osteopathie in die Physiotherapie. Die Verbandsvorsitzende erläuterte die Absichten der verschiedenen Interessensgruppen, stellte mögliche Szenarien gegenüber und erklärte, warum es seitens des Verbandes und der Konsensgruppe nur ein Berufsgesetz als „Lösung für alle“ mit einem Bestandsschutz für alle gut ausgebildeten Osteopathen, bundeseinheitlichen Ausbildungskriterien und Curricula an akkreditierten Schulen und Instituten, einheitlichen und im Primärkontakt berufsqualifizierender Abschlussprüfung sowie der Legalisierung der Berufsbezeichnung Osteopath/in geben könne. Andere derzeit diskutierte Positionen stellten nur Teillösungen für bestimmte Personengruppen dar und gingen an der Realität und internationalen Standards vorbei, so Prof. Fuhrmann DO.
 
Die anschließenden Vorträge internationaler Referenten beschäftigten sich mit dem Thema „Return to the Osteo-Path“ (Jo Buekens M.Sc. DO), der Osteopathie als energetischer Medizin von Still bis heute und dem „Herzfeld und seiner informativen Rolle für die Prozesse der Heilung“ (Frank Stelzer DO, Deutschland), Osteopathie und Kinderheilkunde (Phillipe Druelle DO DScO, Belgien) und „The drift of stars: Still’s legacy of lyphatics“ (Dr. Orianne Evans DO, USA). Durchs Programm führte VOD-Beirätin Daniela Bockius DO.
 
Nach der Mittagspause informierte der VOD als deutsche Zweigstelle des Forschungsprojektes DO-Touch.NET Mitglieder bei einem Empfang über die Ergebnisse einer Patientenstudie über Nebenwirkungen der Osteopathie. Der Direktor des Projekts, Dr. Brian Degenhardt von der A.T. Still University (Kirksville, USA), stellte kurz die DO-Touch.NET-Ziele dar (Dokumentation professionellen osteopathischen Arbeitens, der Wissenschaft und Qualitätssicherung) und ging gemeinsam mit Prof. Fuhrmann DO auf die aktuelle Studie ein, über deren Resultate der VOD noch öffentlich informieren wird.
 
Kongressteilnehmern standen verschiedene Palpationsmodelle zur Verfügung, an denen das eigene Fingerspitzengefühl überprüft werden konnte. Die Modelle dienen als valides Messinstrument zur Feststellung der Genauigkeit bei der Palpation von fixen Punkten und sind zur Grundlagenforschung geeignet. In Kombination mit anderen Parametern lassen sich Einflüsse auf die Palpation messen und untersuchen.
 
In zehn verschiedenen Workshops vertieften die 350 Teilnehmer nachmittags ihre osteopathischen Kenntnisse oder übten beim Mediziner und Osteopathen Dr. med. Jürgen Grasmück anhand realistisch nachgestellter „Notfälle in der osteopathischen Praxis“, wie sie im Falle eines Falles notfallmedizinisch richtig reagieren und Leben retten können. Via Skype informierte Dr. Kenneth Lossing DO, USA, im Anschluss in seinem Vortrag über „The evidence basis of visceral motion“.
 
Parallel zum VOD-Kongress tagten die Mitglieder der Europäischen Föderation für Osteopathie (EFO) in Bad Nauheim.
 
Ausgeklungen ist der zweite Kongresstag bei einem festlichen Abend und einem gemeinsamen Essen mit der feierlichen Ehrung der neun DOs: Jonas Arman, Leandra Delens, Klaus Franzen, Tallo Fried, Joey Gruber, Simone Huss, Maike Klose, Petra Patanchon, Brigitte Ramscheidt und Peter Ringeisen.
Dr. phil. Albrecht Kaiser sprach mit ihnen den osteopathischen Eid. Unvergleichlich – wie in jedem Jahr – die Bewegungsfreude: Innerhalb von wenigen Minuten füllte sich die Tanzfläche und leerte sich nicht bis weit nach Mitternacht.


Link: osteopathie.de/n1506807120



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
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