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Pressemitteilungen


12.11.2008

Interview zur Weiterbildungs- und Prüfungsordnung Osteopathie

"Ein historischer Moment für die Osteopathie in Deutschland"
Interview mit Marina Fuhrmann, 1. Vorsitzender des Verbandes der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD), zur neuen Weiterbildungs- und Prüfungsordnung Osteopathie in Hessen

Frage: Frau Fuhrmann, Hessen ist das erste Bundesland, das Osteopathen staatlich anerkennt. Warum Hessen? Stellen andere Bundesländer ähnliche Überlegungen an?

Fuhrmann: Der VOD stammt ? ebenso wie ich als 1. Vorsitzende - aus Hessen, die Bundesgeschäftsstelle ist in Wiesbaden angesiedelt. Durch diese zunächst nur örtliche Nähe konnten wir in kleinschrittiger Öffentlichkeitsarbeit und durch kontinuierliche Information über die Osteopathie auf die Wichtigkeit und Bedeutung der Osteopathie hinweisen und den Bedarf einer landesrechtlichen Regelung deutlich machen.

Wir hatten bereits Vorstöße in anderen Bundesländern unternommen. Nun freuen wir uns darauf, mit diesem Ergebnis aus Hessen die Gespräche wieder aufzunehmen und hoffentlich den  Regelungsbedarf auch in den übrigen Ländern erfolgreich darstellen zu können.

Frage: Hat die Anerkennung Vorteile für die Patienten? 

Fuhrmann: Die Hauptmotivation für den Verband und für die hessische Landesregierung war es, eine Patientensicherheit zu schaffen. Die Patienten sollen wissen, dass der Begriff ?Osteopath? ab sofort in Hessen an geregelte Qualitätsanforderungen gebunden ist, welche klar definierte Ausbildungs- und Prüfungsordnungen beinhalten.

Frage: Steht der Begriff ?Osteopath? nicht generell schon für eine qualitativ hochwertige Ausbildung?

Fuhrmann: Der Begriff ?Osteopath? ist bislang in der Bundesrepublik nicht geschützt gewesen. Daher haben sich auch Therapeuten mit wenigen Wochenendkursen in der Osteopathie dieser Bezeichnung bedient und hierdurch nicht unwesentlich zu einer Patientenverunsicherung beigetragen. Durch die staatliche Regelung ist nun erstmalig der durch den VOD gewährleistete Mindestausbildungsinhalt und -umfang an die Bezeichnung gekoppelt worden.

Frage: Was bedeutet die staatliche Anerkennung für die in Hessen tätigen Osteopathen? 

Fuhrmann: Es gibt eine Übergangsregelung für in Hessen wohnhafte oder tätige Osteopathen, die vor Inkrafttreten der Weiterbildungs- und Prüfungsordnung die Ausbildung begonnen, innerhalb von 5 Jahren erfolgreich abgeschlossen haben und den Antrag auf die ?staatliche Anerkennung? stellen. Die Bezeichnung veranschaulicht dem Patienten, dass sie über ein hohe qualifizierte Ausbildung verfügen und sich somit von anderen Therapeuten unterscheiden, aber keine fundierte osteopathische Ausbildung genossen haben.

Frage: Der VOD setzt sich seit seiner Gründung 1994 für die Aufklärung über Osteopathie, für die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Ausbildung und die Etablierung der Osteopathie als eigenständigen Beruf ein. Wie beurteilen Sie die Weiterbildungs- und Prüfungsordnung in Hessen vor diesem Hintergrund?

Fuhrmann: Die Weiterbildungs- und Prüfungsordnung im Bereich Osteopathie bedeutet für uns einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Wichtig ist hierbei, dass die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Ausbildung durch die Bezeichnung ?Osteopath? dokumentiert wird.  

Frage: Was bedeutet die Weiterbildungsordnung für Sie persönlich als Initiatorin des Verbandes der Osteopathen Deutschland e.V.?

Fuhrmann: Für mich persönlich ist dies ein historischer Moment für die Osteopathie in Deutschland, offiziell benannt und staatlich anerkannt zu werden. Wenn man fast 15 Jahre einen Traum und eine Vision verfolgt und ein Teil des Traumes wird nun Realität, dann sind das diese besonderen Momente im Leben, an denen man spürt, dass der ganze Einsatz und die Arbeit sich gelohnt haben. 

Sperrfrist: Dienstag, 18. November 2008

Bildunterschrift (zu Fuhrmann.jpg, im Anhang):
Ein historischer Schritt für die Osteopathie: Marina Fuhrmann (re.), 1. Vorsitzende des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V., und die hessische Landesregierung unter Ministerpräsident Roland Koch (li.) haben mit dem Inkrafttreten der Weiterbildungs- und Prüfungsordnung im Bereich Osteopathie den Osteopathen staatlich anerkannt.  

Abdruck von Text und Bild honorarfrei

Hintergrundinformationen über die Osteopathie und den VOD finden Sie unter
http://www.osteopathie.de
oder  beim

VOD e.V.
Untere Albrechtsstraße 15
65185 Wiesbaden
Tel. 0611/9103661

Ansprechpartner für die Presse:
Redakteurin
Michaela Wehr
presse@osteopathie.de
Tel. 0 15 20/ 214 71 05

Link: osteopathie.de/pm1226502960



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
Untere Albrechtstr. 15 - D-65185 Wiesbaden
Tel. 0611 5808975 0 - Fax 0611 5808975 17
Email gs.wiesbaden@osteopathie.de - www.osteopathie.de