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Pressemitteilungen


19.05.2009

Bericht über Osteopathie für den Kongress

Osteopathie wird in den letzten Jahren von Patienten immer stärker nachgefragt. Sie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen. Dazu nutzt sie eigene Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden. Osteopathen nehmen jeden als Individuum wahr und betrachten den Patienten immer in seiner Gesamtheit. Sie beschäftigen sich nicht mit der Therapie einzelner Symptome, sondern suchen stets die Ursache der Beschwerden. 

Krankheiten gehen aus osteopathischer Sicht meist Funktionsstörungen voraus. Wird eine Funktionsstörung nicht rechtzeitig behoben, kommt es früher oder später zu einem Schaden an der Struktur – eine Krankheit bricht aus. Da die Osteopathie Funktionsstörungen löst, behandelt sie vorbeugend und kann Krankheit verhindern. Sie verschreibt keine Medikamente und verwendet kein Skalpell. Nicht selten benötigt der Osteopath Befunde aus der klinischen Diagnostik wie Röntgenbilder und Laborwerte. Sie helfen ihm, seine eigenen Möglichkeiten als Osteopath einzuschätzen. Osteopathen nutzen ihr umfassendes Wissen über Anatomie und Physiologie, um mit ihren Händen erfolgreich arbeiten zu können. Immer mehr Fachärzte arbeiten mit Osteopathen zusammen. Besonders erfolgreich ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Orthopädie und der Kinder- und Kieferheilkunde.

Begründet wurde die Osteopathie vor mehr als 120 Jahren in Amerika von dem Arzt Andrew Taylor Still. Seitdem hat sich die Osteopathie rasant weiterentwickelt. Ihr Ansatz: Leben zeigt sich in Form von Bewegung. Ob Knochen, Muskeln oder Verdauungsorgan: Jeder Bereich des menschlichen Körpers ist ständig in Bewegung. Wo Bewegung verhindert wird, entsteht Krankheit. Der Osteopath spürt mit seinen Händen die Restriktion auf, verhilft dem betroffenen Bereich wieder zu seiner natürlichen Bewegung und Funktion und verschafft auf diese Weise dem Körper die Möglichkeit, sich selbst zu heilen. Ein guter Osteopath kennt auch die Grenzen seiner Kunst und verweist an einen Facharzt, wenn die Selbstheilungskräfte nicht ausreichen, bei schweren und 

akuten Erkrankungen sowie bei seelischen und psychischen Problemen. 

In den USA hat sich die Osteopathie etabliert. Etwa 54 000 Osteopathen praktizieren dort ihren Beruf als Doktoren der Osteopathie. Es gibt Krankenhäuser, die ausschließlich osteopathisch behandeln. Jeder zehnte Arzt der amerikanischen Streitkräfte ist ein Osteopath. Doch inzwischen haben sich die Osteopathen auf ihrem Weg zur Anerkennung sehr der Schulmedizin angepasst. In den USA verschreiben Osteopathen Medikamente, sie impfen und führen ggf. sogar Operationen durch. 

Anders in Europa, wo sich die Osteopathie gemäß ihren Ursprüngen als rein manuelle Form der Medizin weiterentwickeln konnte. Deshalb lässt sich die in Europa um den kraniosakralen und viszeralen Bereich ergänzte ganzheitliche Form der Osteopathie auch als traditionelle Osteopathie bezeichnen. In Deutschland ist die Osteopathie gesetzlich noch nicht umfassend geregelt. Seit Ende der 80er Jahre wird die Osteopathie im Rahmen einer mindestens vierjährigen Weiterbildung meist berufsbegleitend vermittelt. Auf der Internetseitewww.osteopathie.de des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. sind in einer nach Postleitzahlen untergliederten Therapeutenliste all jene Osteopathen verzeichnet, die im Anschluss an jene, strengen Auflagen unterliegende Weiterbildung auch regelmäßig zertifizierte Fortbildungen besuchen, um auf dem neuesten Wissenstand zu sein. Als erstes Bundesland hat Hessen im November 2008 eine Weiterbildungs- und Prüfungsordnung im Bereich der Osteopathie (WPO) erlassen, die es hessischen Osteopathie-Schulen ermöglicht, sich als Weiterbildungseinrichtung zu zertifizieren und für ihre Absolventen die staatliche anerkannte Bezeichnung „Osteopath“ zu sichern. Die WPO dient somit der Patientensicherheit und schafft ein Stück Transparenz.  

Der Verband der Osteopathen (VOD) ist zum dritten Mal mit einem Stand (E1 im Eingangsfoyer) auf dem Hauptstadtkongress vertreten und klärt interessierte Besucher und Mediziner über Osteopathie auf. VOD-Vorsitzende Marina Fuhrmann hält am Freitag, 29. Mai 2009, von 10 bis 10.45 Uhr im Raum 25/25a einen Vortrag zum Thema „Osteopathie und evidenzbasierte Medizin. Die Entwicklung der Osteopathie in Deutschland. Ist sie ins deutsche Gesundheitswesen integrierbar?“

Hintergrundinformationen über die Osteopathie und den VOD finden Sie unter

http://www.osteopathie.de
oder  beim

VOD e.V.
Untere Albrechtsstraße 15
65185 Wiesbaden
Tel. 0611/9103661

Ansprechpartnerin für die Presse:
Redakteurin
Michaela Wehr
wehr2000@aol.com
Tel. 04721/690082

Link: osteopathie.de/pm1242746400



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
Untere Albrechtstr. 15 - D-65185 Wiesbaden
Tel. 0611 5808975 0 - Fax 0611 5808975 17
Email gs.wiesbaden@osteopathie.de - www.osteopathie.de